Warum wir den Säbelzahntiger zurück holen müssen

Stress ist ein uralter Mechanismus mit dem einzigen Zweck, uns am Leben zu erhalten. Wer kennt nicht das ewige Beispiel vom Steinzeitmenschen, der versucht dem Säbelzahntiger zu entwischen?

Stress = Körper in Alarmbereitschaft!

Der Steinzeitmensch, nennen wir ihn kreativ „Steini“, sieht den Säbelzahntiger und sein Körper beschließt rasend schnell und unbewusst, sich in Sicherheit zu bringen. Was nun in Steinis Körper abläuft ist eine Stressreaktion. Jede verfügbare Energie wird in diejenigen Körperregionen gepumpt, die dem Körper eine schnelle Flucht ermöglichen. Blutdruck und Puls steigen, das Herz schlägt schneller, das Gehirn wird fokussiert aktiver, die Konzentration (fokussiert auf Flucht) steigt, die Muskeln spannen sich an.

Diejenigen Körperregionen, die in diesem Moment der akuten Gefahr nicht direkt für das Überleben notwendig sind, wie Verdauung, Regeneration und Instandhaltung des Körpers laufen hingegen auf Sparflamme. Genauso geht es übrigens auch dem Säbelzahntiger, bei dem ein ähnlicher Mechanismus abläuft. Seine ganze Energie ist auf die Jagd nach Beute konzentriert.

Der Stress-Mechanismus ist also notwendig, um Steinis und damit auch unser Überleben zu sichern. Und zu gewährleisten, dass wir in unterschiedlichen Situationen zu Höchstleistungen auflaufen können.

Wie geht es nun aber weiter mit Steini und dem Säbelzahntiger?

Steini hat es geschafft und sich in einer Höhle in Sicherheit gebracht. Der Säbelzahntiger bleibt ohne Mittagessen und geht seines Weges – nach neuer Beute Ausschau haltend. Aber das wichtige in dieser Szene: Beide entspannen sich, die aufgebaute Energie hat sich sowohl in der Flucht als auch bei der Jagd entladen. Der Stressor ist verschwunden und die Stressreaktion hat sich als lebensrettende Reaktion auf- und wieder abgebaut. Steini ist in Balance.

Stressmanagement: Balance schaffen aus An- und Entspannung

In unserer heutigen Arbeitswelt läuft das allerdings sehr oft anders.

Statt in Balance aus An- und Entspannung zu sein, bewegen wir uns sehr oft auf einem konstant hohen Stressniveau. Wir empfinden Stress in belastenden Situationen, ohne in Lebensgefahr zu schweben. Wir setzen sogar eine körperliche Stressreaktion in Gang, wenn wir nur an belastende Situationen denken. Unser Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen realer oder erdachter Gefahr.

Indem wir zum Beispiel einen unangenehmen Konflikt mit einem Kollegen oder der Chefin nachts immer wieder durchspielen, bleibt unser Körper in der Stressreaktion gefangen. Es findet keine Entspannungsphase mehr statt. Wir befinden uns nicht mehr in einer gesunden Balance. Bleibt dieser Zustand bestehen und wird chronisch, driften wir irgendwann unbemerkt in einen Burnout.

Um wieder in Balance zu kommen ist es daher wichtig, einen gesunden Ausgleich zwischen An- und Entspannung zu schaffen. Hier helfen effektive Entspannungstechniken. Diese können langfristig wirken, wie zum Beispiel die Meditation. Aber auch in akuten Stresssituationen helfen, wie zum Beispiel Atemtechniken. Entspannung ist aber nur ein Bereich unserer Stressmanagement Seminare.

Ein weiterer wichtiger Teil ist das Mentaltraining. Dieses deckt auf, welche Gedankenmuster kontinuierlich und unbemerkt in uns ablaufen und uns stressen. Oder welche Glaubenssätze uns zu einem bestimmten Verhalten antreiben. Diese gilt es umzuformulieren und zu entschärfen. Dabei spielen auch die eigenen Ressourcen eine grundlegende Rolle. Welche Kompetenzen sind bereits vorhanden – aber im Tunnelblick des Stresses außer Sicht geraten – die bei der Stressbewältigung helfen können? Welche Kraftquellen können auf- oder ausgebaut werden?

Ein weiteres Modul ist das Genusstraining. Wie oft konsumieren wir Dinge, ohne sie wirklich zu genießen? Alleine das achtsame Eisessen bringt unser Gehirn dazu, aus der Gedankenspirale auszusteigen. Last but not least werden im Stressmanagement auch die Störfaktoren im Arbeitsalltag betrachtet und wie sie abgestellt oder abgeschwächt werden können.

Resilienz ist die Fähigkeit, geschmeidig auf das Auf und Ab des Lebens zu reagieren. Wie ein Surfer, der die Welle so nimmt, wie sie daher kommt. Und das Gute daran ist, dass man diese Fähigkeit trainieren kann!

Das Fazit dieses Beitrags ist ganz klar: Wir müssen das Bild des Säbelzahntigers zurück in unsere neue Welt holen! Und mit ihm lernen, wieder eine Balance zu schaffen!

Wir können nicht verhindern, dass die Vögel der Sorge über unseren Köpfen kreisen. Aber es liegt an uns zu entscheiden, ob sie Nester bauen dürfen!

Arabisches Sprichwort

Wenn Sie sich dafür entscheiden, aus Ihrem Stressrad auszusteigen, (wieder) Balance in Ihrem Arbeitsalltag zu schaffen sowie entspannter und souveräner Ihre Ziele zu erreichen, dann freue ich mich, Sie bei einem unserer Stressmanagement Seminare persönlich begrüßen zu dürfen!

Offene Trainings noch in diesem Jahr finden Sie hier. Wir bieten auch maßgeschneiderte Inhouse-/Firmen-Trainings, bitte sprechen Sie uns einfach an.

Sollten Sie lieber im Einzel-Setting an Ihren konkreten Zielen arbeiten wollen – wir stehen für individuelle Einzel-Coachings zur Verfügung.

Übrigens: Unsere Stressmanagement Seminare und Coachings finden abseits Ihres Büroalltags, quasi in Mitten der Natur statt!